Motivation und was man darüber wissen sollte!

Motivation


Als Bespiel - Das Lernen


Hinter jedem Ziel steht immer auch ein Grund, dieses Ziel
auch erreichen zu wollen. Dies ist das Motiv, welches als
Grundlage für die Motivation dient. Aus dem Motiv erwächst
die eigentliche Motivation: der Antrieb ein Ziel zu erreichen.
So sind beispielsweise Neugierde und Interesse, Belohnung und
Gruppendruck wesentliche Motive im Lernumfeld. Neugier und
Interesse kommen aus einem selbst, die Motivation wird also
vom Lernenden und nicht von außen erzeugt. Dies wird als
intrinsische Motivation bezeichnet.

Motivation Anders verhält es sich mit Gruppendruck
oder Belohnungen. Dadurch wird Motivation
von außen erzeugt. Es handelt sich um
extrinsische Motivation. Es hat sich
erwiesen, daß intrinsische Motivation
tragfähiger und dauerhafter ist als
extrinsische. Man muß also versuchen,
sich selbst - von innen heraus - so
effektiv wie möglich zu motivieren.
Erste Voraussetzung dafür ist, daß man einen Sinn in seinem Tun erkennt,
beispielsweise den Zusammenhang zum künftigen Beruf. Sollte der Sinn
von einer Lerntätigkeit einmal nicht ersichtlich sein, so sollte man
sich auch nicht scheuen, direkt bei Lehrern oder Dozenten konkret nach
der Bedeutung für die Ausbildung bzw das Studium nachzufragen.

Merke: Erkenne den Sinn des zu lernenden Stoffs!

Der Sinn wird meist erst in Verbindung mit der Zielsetzung
deutlich, also muß man, um sich den Sinn wirklich klar
machen zu können, auch das Ziel möglichst klar formulieren
und dieses immer als Hintergrund des Lernprozesses sehen.

Merke: Mache dir deine Ziele klar und behalte sie im Auge!

Zielklarheit und das Erkennen des Sinnzusammenhangs allein
werden als Dauermotivator allerdings keineswegs ausreichen.
Also unterteilt man das Gesamtziel in verschiedene,
erreichbare Etappenziele. Durch das Erreichen dieser
Teilziele hat man ein (mehr oder minder) kleines
Erfolgserlebnis. Dieser erlebte Erfolg wird die vorhandene
Motivation verstärken.

Merke: Teile dein Hauptziel in mehrere kleine und ebenso
konkrete Zwischenziele ein!

Und: Führe dir deine Teilerfolge vor Augen, und nimm dir die Zeit, dich auch darüber zu freuen!

Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es mehrere Arten von Motiven,
die man für die Motivation nutzen kann. Je mehr dieser Motive man
für seine Zielerreichung nutzen kann, desto stärker wird letztendlich
auch die eigene Motivation. Mögliche Motive sind Interesse an der
Sache, Wettkampfgeist, Wissensdrang, Vollendungsstreben, etc.

Merke: Versuche möglichst viele verschiedene Motive zur
Verstärkung der Motivation einzusetzen!

Bislang haben wir uns auf intrinsische Motivationsformen
beschränkt, da diese für den Lernerfolg wohl am wichtigsten
sind. Allerdings sollte man ebenso extrinsische Anreize setzen,
um sich optimal motivieren zu können. Beispielsweise könnte man
sich bei Erreichen eines Teilziels wie z.B. dem Beenden eines
Kapitels im Lehrbuch mit einem Abend im Kino belohnen, bei Bestehen
des Examens z.B. mit einer Auslandsreise. Wichtig ist in diesem
Zusammenhang ein brauchbares Verhältnis zwischen Leistung und
Belohnung. So wäre es eher hinderlich nach zwei gelesenen
Textabschnitten sich bereits einem viel interessanteren Roman
zuzuwenden. Sinnvoller wäre an dieser Selle eher ein Schokoriegel
oder ähnliches.

Auch Durststrecken sollte man vermeiden. Nichts ist motivierender
als Erfolg, und eben diesen sollte man durch erreichbare Teilziele
oft erfahrbar machen (siehe oben).

Merke: Nutze auch extrinsische Anreize zur Motivationsverstärkung!

Das schwierigste an der (Lern-)Motivation ist mit Sicherheit das
Vermeiden von Motivationsstörungen. Die Disziplin, nicht z.B. etwas
im Haushalt zu erledigen, sondern sich tatsächlich dem Stoff zu
widmen, haben wirklich nur wenige. Um solche Störungen zu vermeiden,
ist es einerseits leider unabdingbar, eine gewisse Disziplin
aufzubauen. Andererseits kann man ihnen aber auch dadurch
entgegenwirken, daß man sie vor dem Lernen erledigt. So solle
man z.B. nach der Post sehen, bevor man sich den Büchern widmet,
den Arbeitsplatz vorher aufräumen, und so fort. Ebenso sind
Motivationsstörungen auf emotionaler Ebene zu finden. Hat man
sich z.B. über etwas sehr aufgeregt und "kocht" innerlich noch,
dann hat man auch keine Ruhe zu lernen. Dann ist es sinnvoller erst
einmal "Dampf" abzulassen und sich zu beruhigen. Abhilfe kann
auch eine Entspannungstechnik wie autogenes Training schaffen.

Zusammengefaßt sind also die wichtigsten Regeln für erfolgreiche Motivation:


    •Erkenne den Sinn des zu lernenden Stoffs!
    •Mache dir deine Ziele klar und behalte sie im Auge!
    •Teile dein Hauptziel in mehrere kleine und ebenso konkrete Zwischenziele ein!
    •Führe dir deine Teilerfolge vor Augen, und nimm dir die Zeit dich auch darüber zu freuen!
    •Versuche möglichst viele verschiedene Motive zur Verstärkung der Motivation einzusetzen!
    •Nutze auch extrinsische Anreize zur Motivationsverstärkung, z.B. durch Belohnung!
    •Meide Motivationsstörungen!


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