Der Herbst beginnt
Eine Hand voll welke Blätter
treibt vor sich her ein kühler Wind.
Die Schatten werden schwach und länger,
ein jeder weiß, der Herbst beginnt.
Der Todgeruch von Abgetrenntem,
vom Vergang'nen uns entgegenfächelt.
Im Schatten, den der Abschied wirft,
versuchen letzte Blüten noch zu lächeln.
Traum vom Nicolaus
Wir fangen schon an zu träumen
vom guten Nikolaus.
Wird er uns wohl besuchen
auch diesmal in unserem Haus?
Ist Knecht Ruprecht auch dabei
mit seiner langen Rute?
Wir haben keine Angst vor ihm,
wir taten nur das Gute.
Er wird uns sicher bringen,
so manche Leckerei.
Vielleicht hat er Geschenke
und Spiele mit dabei.
Wir singen ihm schöne Lieder
und sagen Sprüche auf.
Wir denken so ein Nikolaus,
der freut sich auch darauf.
Halloweengedicht
Da grinst ein brennendes Kürbisgesicht,
ob du dich fürchtest oder auch nicht.
Dahinter spuken bleiche Gespenster,
sie schreien und jaulen, pochen ans Fenster.
Am ganzen Haus ein wildes Geklopf',
draußen tanzt ein wüster Wuschelkopf.
Grüne Augen blitzen durch das Dunkel,
im Hintergrund ein grausliches Gefunkel.
Öffne die Tür nur einen kleinen Spalt,
reich etwas Süßes der bösen Gestalt,
dann klingt Gelächter und "Dankeschön,
im nächsten Jahr wirst du uns wieder seh'n!"
Es wird Herbst
Zaghaft mischt der Herbst
im Wald seine Farben.
Milde Herbstsonne streichelt
liebevoll die letzten Sommerblumen,
lässt sie noch einmal erstrahlen.
Die Baumfrüchte erhalten
noch einen Tatsch Röte und
einen guten Schuss Süße,
dann kann die Ernte beginnen.
Herbstbeginn
Ich mag noch gar nicht Abschied nehmen
von der schönen Sommerzeit,
von den vielen bunten Blumen,
die so sehr mein Herz erfreut'.
Die grünen Blätter blicken traurig,
sie wissen, ihre Zeit ist um.
Sie werden bunt, der Wind vertreibt sie.
Sie lassen's zu und werden stumm.
Bunte Träume
Bunte Träume schenkt dir der Mond,
die manchmal in Erfüllung geh'n.
Du musst nur daran glauben,
dann wirst du hundert Wunder seh'n.
Bunte Träume sollen dich tragen
auf Reisen in ein Wunderland.
Was du auch wünscht wird dir begegnen,
du hast es selbst in deiner Hand.
Wo sind die Schmetterlinge?
Du bunter Schmetterling,
der in taumelndem Flug
über das Blütenmeer schwebte,
hast dich rar gemacht.
Nur noch selten kann ich
zuschauen, wie der Atem
des Sommers dich streichelt.
Wenn du schwerelos von Blüte
zu Blüte tanztest, habe ich
mir oft gewünscht, einmal
so frei zu sein wie du.
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